...mit dem Auto durch Israel



Für jeden das passende Auto


Im Sommer 2010 machte ich mit meiner Familie eine 14-tägige Fahrt mit dem Auto durch Israel. An einem Samstag flogen wir abends um 21 Uhr vom Flughafen Köln/Bonn nach Tel Aviv.

Nach etwa 4:30 Stunden landeten wir nach einem sehr ruhigen Flug sicher in Tel Aviv Bengurion Airport.

Da ich schon von zu Hause über das Internet einen Mietwagen gebucht hatte, brachte uns ein kostenloser Shuttlebus  zur 3 km entfernten Autovermietung. Dort stand schon unser vollgetankter  Mazda 6, ausgestattet mit einem Navi. Nach einer kurzen Einweisung konnte wir die Koffer einladen und los ging es.

Nach zwei Stunden erreichten wir unser Hotel in Nazareth. Trotz so früher Stunde, es war erst 5:00 Uhr, konnten wir problemlos im Hotel einchecken.

Nach ein paar Stunden Schlaf fuhren wir am ersten Tag gegen Mittag mit unserem Auto zum Strand in der Nähe von Haifa. Hier gibt es einen herrlichen Sandstrand mit überdachten Sitz – und Liegemöglichkeiten. Wir entspannten und relaxten den ganzen Nachmittag. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang fuhren wir zurück zum Hotel.

                                                                                

Am zweiten Tag hatten wir uns vorgenommen, den Norden Israels zu erkunden. So ging die Fahrt mit dem Auto nach Haifa und Akko, zwei reizvolle alte Städte an der Küste. Haifa ist die drittgrößte Stadt Israels. Hier gibt es sehr viele Sehenswürdigkeiten, z.B. Haifa-Carmel-Mountain. Wir ließen uns Zeit und fuhren noch weiter Richtung Norden. Abends ging es zurück nach Nazareth. Nazareth ist die Stadt der sieben Hügel. Wir tranken abends noch einen Espresso in einem Cafe mit einem sehr schönen Ausblick auf die Stadt.

Am dritten Tag blieben wir in Nazareth und besichtigten  unter anderem die neue Verkündigungskirche, das Taufbecken und andere Sehenswürdigkeiten. In den Städten von Israel selbst mit dem Auto zu fahren, ist schon ein Abenteuer für sich.

Am nächsten Tag ging unsere Fahrt über den Highway 6 in Richtung Süden nach Jerusalem. Man ist ungefähr 1:30 Stunden unterwegs. Auf normalen Landstraßen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 70 kmh, auf Autobahnen 90 kmh, nur auf dem Highway 6 darf man 110 kmh fahren. In Jerusalem gingen wir zuerst zur heiligen Klagemauer und dann in die Altstadt mit ihren Gassen und Basaren. Anschließend schlossen wir uns noch einer Stadtführung an. Diese dauerte zwei Stunden und wir erfuhren eine ganze Menge über die Geschichte Jerusalems.

                                                                           

Nach diesem anstrengenden Tag legten wir noch einmal einen Ruhetag am Strand von Haifa ein.

Am Freitag ging es mit dem Auto nach Tel Aviv. Es gibt die Altstadt Jaffa und die sogenannte –Weiße Stadt. In Ihr stehen etwa 4000 im Bauhausstil errichtete Häuser die meist um 1930 erbaut wurden. In der  -Weißen Stadt- befindet sich das Bauhaus-Zentrum, von hier aus machten wir erst einmal eine Stadtrundfahrt. Anschließend gingen wir zu Fuß in die Altstadt Jaffa mit den Basaren und kleinen Winkeln und Gassen. Nach einem Spaziergang von 3 Std. gingen wir zu unserem Auto zurück und fuhren wieder zurück nach Nazareth.

Der Wetterbericht sagte für das Wochenende Temperaturen von 40 Grad und mehr voraus. Wir mussten irgendwo  ans Wasser, und so fuhren wir am Samstag nach Tiberias und Kafarnaum am See Genezareth.

In Kafarnaum besuchten wir die Ausgrabungsstätten und die neue Kirche. In der Nähe befindet sich ein altes Kloster, in dem Mönche aus verschiedenen europäischen Ländern leben. Wir hatten das Glück, und konnten uns mit einem deutschen Pater unterhalten.

Wir fuhren zurück nach Tiberias und aßen zu Mittag. Am Nachmittag besichtigten wir die alte kleine Kapelle, in der sich der Felsen befindet, an dem Jesus zu Petrus sagte, -Auf diesem Felsen sollst du meine Kirche bauen-. Von hier aus hat man auch einen sehr schönen Ausblick auf den See Genezareth.

                                                                                                               

Am Sonntag wurde es noch wärmer und wir blieben an diesem Tag in Nazareth.

Montagmorgen, die zweite Woche war schon angebrochen, unternahmen wir eine Fahrt nach Bethlehem. Hier machten wir halt an der Geburtskirche und besichtigten die Geburtsstätte Jesu. Abends ging die Rückfahrt noch einmal durch Jerusalem, dann zur Autobahn zurück in den Norden nach Nazareth.

Wir wollten gerne noch zum Toten Meer und nach Masada, doch die Wettervorhersage verkündete Temperaturen an die 50 Grad im Schatten am Toten Meer. So verschoben wir die Fahrt auf ein nächstes Mal.

In unserem Hotel lernten wir einen Wachmann kennen, der uns zu sich nach Hause zum Frühstück einlud. Er wohnte in einem Nachbarort von Nazareth. Als wir nach langem Suchen nicht mehr weiter wussten, fragten wir in einem Baumarkt nach dem Weg. Der Chef des Baumarktes kannte den Wachmann und er erklärte sich bereit vorauszufahren um uns den Weg zu zeigen.

Die muslimische Familie des Wachmanns hieß uns herzlich Willkommen, zeigte uns zuerst ihr Haus und servierte uns frisches Obst und eisgekühlte Getränke. Da gerade Ramadan war durfte die Familie nicht mitessen. Als wir nach ca. 1 Stunde wieder fahren wollten, gab der Wachmann uns zu verstehen mit uns einen Ausflug zu machen. Er zeigte uns seine alte Heimat mit den sehr ärmlichen Beduinen-Hütten. Wir fuhren hinauf in die Nähe des Berg Tabor. Dieses ist der heilige Berg der Muslime. Wir machten Rast an einem Platz mit einem uralten Baum mitten in einem Wildfreigehege. Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf das Jordantal.

                                                                                                   

Nach der Rückkehr zu seinem Haus verabschiedeten wir uns herzlich und fuhren zurück nach Nazareth. Hier besuchten wir das sehr gute Restaurant Sudfeh und aßen zu Mittag. Da es ein sehr heißer Tag war ruhten wir uns am Nachmittag aus.

Am Donnerstag machten wir dann eine Shoppingtour durch verschiedene große Kaufhauszentren rund um Nazareth. Noch einmal erholten wir uns am Strand bevor wir am Freitag die Heimreise antraten.

Es war eine meiner schönsten Reisen... und ich werde wohl nicht das letzte Mal in Israel gewesen sein.